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Sketche im Sechserpack

Seit wann gibt es eigentlich Sketche – und von wem?

Mit seinem Humor, seiner Eigenart, seiner Darstellungskunst und dem Sprachwitz über sich selbst revolutionierte der deutsche Autor und Komiker Karl Valentin bereits im 19. Jahrhundert den aus USA stammenden Begriff „Sketch“.

In den 1950er Jahren wurde der Karikaturist und Schauspieler Loriot wurde für seinen trockenen Humor und seinen Witz für Kommunikationsstörungen bekannt und ab 1975 prägte Dieter Hallervorden in seiner Fernseh-Sendung Nonstop Nonsens „den gespielten Witz“.

Nicht zuletzt der Mut für das Groteske zeichnete diese Komödianten aus, deren Sketche „Palim-palim“ und „Hach, ist das aufregend“ ebenso in der Erinnerung geblieben sind wie der „Kosakenzipfel“ oder „die Nudel“.

Was sind denn Sketche – und wo findet man sie?

Sketche als kurze und witzige Szenen, die einer knappen Tat folgen und mit einem überraschenden Schlusseffekt abschließen, finden sich heute seltener bei Komikern, die sich selbst auf`s Korn nehmen, als vielmehr dort, wo mimik- und witzreiche Verbalattacken auf „das Andere“ oder „die Anderen“ stattfinden.

Weil die Komödie von der Übertreibung lebt, bieten sich Sketche mit Bezug auf tagesaktuelle Themen oder der Darstellung von allgemeinen Herausforderungen des täglichen Lebens in der Gesellschaft geradezu an.

Sketche sind kurze und witzige Szenen, die einer knappen Tat folgen und mit einem überraschenden Schlusseffekt abschließen

Sketche sind kurze und witzige Szenen, die einer knappen Tat folgen und mit einem überraschenden Schlusseffekt abschließen

Auch die Erwartungshaltung des Publikums und der Fernsehzuschauer hat sich verändert, ebenso wie der Anspruch an den prägnanten Wortwitz und die humorvolle und ironische Darstellung von Szenen aus dem Leben. Die „Sketcherei“ hat ein anderes Format angenommen und lässt sich längst nicht mehr so einfach aus dem Ärmel schütteln wie zu Zeiten, als das Angebot noch überschaubar war.

Sketch up!

Dieser Herausforderung hat sich im Jahr 2003 die Comedy- und Fernsehserie Sechserpack gestellt und den Begriff „Sketch“ neu definiert. Hier sind Emily Wood und Shirin Soraya zwei von sechs realitätsnahen Charakteren, die ihre Sketche nicht nur exzellent darstellen, sondern die Zuschauer auch durch ihre Schauspielkunst, ihre Vielseitigkeit und durch ihren Facettenreichtum zum Lachen und Nachdenken bringen.

Sechserpack sorgte im Fernsehen 6 Jahre lang kurzweilig für Nachhaltigkeit; also länger als Nonstop Nonsens.